Klassische deutsche Balladen – Auftritte Frühjahr 2015

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Balladenauftritte 2015

Cordula und Rüdiger Paulsen spielen Auszüge aus dem Programm:
…und der Mensch versuche die Götter nicht!

Einige Male im Jahr stehen wir mit diesem Literaturprogramm auf der Bühne. Leider nur einige Male! Die meisten Kleinkunstbühnen bzw. die kleineren Theater, wollen bekanntere Namen. Verständlich, müssen sie doch ihr Haus voll bekommen.
Für mich, als Darsteller und Sprecher und für meine Frau an der Technik, ist das allerdings eine ungünstige Situation. Zwei Stunden frei gesprochener Text erfordern Konzentration und vor allen Dingen Training.

Spielt man ein Programm nur 5 mal im Jahr in Abständen von Wochen oder Monaten, ist der Probeaufwand, der dann vor jedem Auftritt fällig wird, enorm. Vor jeder Aufführung einige Tage in den Proberäumen zu verbringen erschien uns schließlich als zu zeitintensiv.

Im Sommer 2014 hatten wir einen schönen, und wie wir dachten, letzten Theaterabend. Danach wollten wir das Programm vom Spielplan nehmen.
Dann kamen innerhalb einer Woche vier Anfragen aus denen vier Engagements wurden. Alle innerhalb einer Woche und wir haben zugesagt.

Was danach kommt? Warten wir`s ab.

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Hier sind die Termine:

27. Februar 2015 – 20.00 Uhr
Klassische deutsche Balladen
Theater am Wall
Wilhelmsplatz 9
48231 Warendorf
Kartenvorverkauf & Information
Tel.: 02581 / 54-1414

28. Februar 2015 – 19.00 Uhr
Westfälisch Essen mit Balladen
Klassische deutsche Balladen
Burg Ravensberg – 33829 Borgholzhausen
Voranmeldung erforderlich unter 05425-933544 – auch für Fahrdienst
Abendveranstaltung (Taschenlampe nicht vergessen)

04. März 2015 – 19.30 Uhr
Klassische deutsche Balladen
NIEHOFF massive Wohnmöbel GmbH
48351 Alverskirchen – Neustraße 1
Eingang zum Laden: Everswinkeler Str.
Tel.: 02582 / 66 90 19

06. März 2015 – 19.30 Uhr
Klassische deutsche Balladen
Movement Theater
Piusweg – 33617 Bielefeld
0521 1438238
19.30 Uhr

 

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Was erwartet euch?

…und der Mensch versuche die Götter nicht!

Darsteller und Sprecher:      Rüdiger Paulsen
Regie, Licht und Ton:           Cordula Paulsen

Erleben Sie Friedrich Schiller, Ludwig Uhland, Annette von Droste Hülshoff, Otto Ernst, Conrad Ferdinand Meyer, Heinrich Heine und andere deutschsprachige Dicher/-innen auf eine neue, ungewöhnliche Weise.
Unterhaltsam und spannend in Szene gesetzt, werden die Balladen zu einem Erlebnis der besonderen Art.
Mit einer ungewöhnlich lebendigen und eindrucksvollen Vortragsweise, besser gesagt Vorspielweise, schafft es Rüdiger Paulsen, die Zuschauer in den Text hineinzuholen, sie zu fesseln und mühelos zu faszinieren. Gerade die Schillerballaden sind es, die beim Publikum Vergangenes wieder lebendig werden lassen. Die intensiv vorgetragenen Balladentexte werden erinnert und erweisen sich als Wegweiser in die Vergangenheit der Zuschauer.

Die Presse schrieb:

“… wer Paulsen kennt, weiß um seine unbedingte Bühnenpräsenz. Niemand der zahlreichen Gäste hatte demnach ein Problem mit den Balladentexten, denn Paulsen verstand es zauberhaft, optische und akustische Elemente sowie sparsame Requisiten zur Unterstützung seiner professionellen Rezitation einzusetzen.“

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Ein Rätsel für schlaue Köpfe

Hier kommt ein kleines Rätsel. Wer es löst, kann etwas gewinnen;-)

Das nachstehende Bild wurde von meinem kleinen Neffen gemalt, nachdem ich ihm eine Ballade/Gedicht vorgetragen habe. Er heißt Leo Behzad, ist 6 Jahre alt und wohnt in Los Angeles/USA

Aufgabe:

Um welche Ballade, welches Gedicht handelt es sich hier:

Welche Ballade, welches Gedicht wurde hier umgesetzt?

Welche Ballade, welches Gedicht wurde hier umgesetzt?

Wer es errät, kann die Lösung in den Kommentar schreiben. Die/der Erste mit der richtigen Lösung bekommt von mir ein signiertes Pixi-Buch.

Diese Aktion läuft bis zum 31.12.2014

Viel Vergnügen!

Clustern! Clustern?

In vielen Schreibratgebern wird das Clustern als eine Kreativitätstechnik vorgeschlagen, die dem Schreibenden neue, bisher unbekannte Wege aufzeigt, bzw. ihn in Dimensionen eindringen lässt die sich bisher dem Bewussten nicht geöffnet haben. Oder so ähnlich halt.

Diese Methode war mir schon während des Studiums in den 1970er Jahren bekannt.
Schon damals mochte ich sie nicht.

Jetzt, wo ich mich als Anfänger mit dem Handwerk des Schreibens auseinandersetze, begegnet mir das Clustern an jeder zweiten Ecke und ich kann mich immer noch nicht damit anfreunden. Das führt natürlich dazu, dass ich mich mit meiner Ablehnung auseinandersetzen muss – lästig, aber wohl notwendig.

Ein Versuch:
Nehmen wir mal an, ich will eine Ostergeschichte für Kinder schreiben. Leider gibt es schon unzählige Geschichten zum Thema Ostern und Kinder. Mir sollte also, um aus der Unmenge an schon Geschriebenem herauszustechen, etwas Neues, bisher noch nicht da Gewesenes, einfallen. (Man hört ja immer, dass Verlage fragen: Was ist das Besondere an ihrer Geschichte, ihrem Buch? Warum sollten wir gerade ihr Buch herausbringen? Worin unterscheidet es sich von anderen Büchern? usw.)
Okay! Ich mache ein Cluster.

Ausgangswort: Ostern
Cluster-Ostern
Ich hör erst mal auf. Das Cluster ließe sich natürlich noch um einiges erweitern.
Die dick umrandeten Begriffe: Kreuzigung, Farbe, und Spiegelei lassen bequem noch tiefere Ausflüge in Bereiche wie: religiöser Fanatismus, Chemie und Ernährungsproblematik zu. Das soll und wird aber in meiner Kindergeschichte nicht vorkommen.
Alle anderen Begriffe, wie auch immer ich sie verknüpfe, ergeben Zusammenhänge, die es schon in unzähligen Geschichten gibt.

Zur Erinnerung: Es geht mir hier um meine eigene Auseinandersetzung mit dem Thema Clustern, nicht um eine Bewertung, ob das eine gute oder schlechte Methode ist.

Was mache ich also?
Ich stelle fest:

Wörter wie: Schraubenzieher, Drehorgel, Zahnschmerzen, Schaukelstuhl oder eben tausend andere, die keinen unmittelbaren Zusammenhang zu Ostern aufweisen, tauchen in meinem Cluster nicht auf. Logisch!

Ich will aber neue Ideen, neue Zusammenhänge.

Ich mache ein Brainstorming, nehme den Osterhasen aus Ausgangswort und gehe in etwa nach dem Prinzip vor: Was wäre wenn … (hab ich von Stephen King)

z.B. Osterhase hat Zahnschmerzen, ersetzt den Affen beim Drehorgelmann, braucht einen Schraubenzieher, weil er etwas reparieren muss, will einen Schaukelstuhl zum Relaxen, hat Angst vor Hunden, fährt gerne Karussell, hat sich ein Bein gebrochen, usw.

Brainstormen ist ein assoziativer Vorgang. Es wird nicht überlegt, nicht nachgedacht. Es wird einfach alles hingeschrieben, was im Moment des Schreibens im Kopf auftaucht. Das geht sehr schnell und ich finde es äußerst spannend. Meistens reichen 2-3 Minuten aus und die unglaublichsten Dinge stehen auf dem Papier.

Der Hase hat eine Hühner- oder Eierallergie, ist vielleicht farbenblind, macht Winterschlaf und verpennt Ostern (ich weiß, dass Hasen keinen Winterschlaf machen, wäre aber doch mal eine schöne Idee;-)
Auf diese Weise finde ich Kombinationen, die beim Clustern nicht aufgetaucht wären.

Über Schaukelstuhl, relaxen, entspannen, ausruhen bin ich auf «faul» gestoßen.

Bingo!

Ein Osterhase, der lieber träumt und in die Sonne guckt, anstatt Ostereier zu bemalen. Daraus ergeben sich tolle Konsequenzen, die einen wunderbaren Plot ermöglichen.
Eine schöne, neue Idee – aufgetaucht durch Brainstormen!
Die Geschichte zu schreiben ging dann sehr flott.
Entstanden ist: «Der faule Osterhase», erschienen im Frühjahr 2014 bei Carlsen als Pixi-Buch.

Illustriert von Eleonore Gerhaher, die meinen Text wunderbar erfasst und umgesetzt hat.

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Jetzt eben habe ich drei weitere Ostergeschichten auf diese Weise geschrieben, die alle etwas Neues, bisher so noch nicht Geschriebenes enthalten. Alle drei konnte ich verkaufen!

Fazit:
Lieber Brainstorming zu einem Thema unter dem Gesichtspunkt: Was wäre wenn … – als Clustern.
Clustern führt mich immer nur in Bekanntes. Möglich, dass man auch daraus einige Dinge zusammenführen kann, die vorher nicht so präsent waren und dadurch auf neue Ideen kommt – bei mir scheint das allerdings nicht zu funktionieren.

Zahnschmerzen, Schaukelstuhl, Winterschlaf oder Schraubenzieher tauchen eben beim Clustern mit dem Ausgangswort Ostern nicht auf.

Im Lebkuchen-Cafe Schulze in Borgholzhausen

Im Lebkuchen-Cafe Schulze in Borgholzhausen

Wie gesagt, meine Methode. Ich freue mich, wenn jemand etwas damit anfangen kann – Feedback ist gerne gesehen.

Meine Top Fantasy und SF Bücher

Als ich 12 Jahre alt war, traf ich auf Perry Rhodan. Band 1: Unternehmen Stardust.  Seitdem bin ich Science Fiction Fan. Kurz danach kam Tolkien und ich hatte ein weiters Genre, dass mich in seinen Bann zog. Heute, 52 Jahre später hat mich diese Leidenschaft immer noch nicht verlassen.

Ich stelle euch heute hier die Autor/-innen vor, die meines Wissens die beste Science Fiction und Fantasy geschrieben haben.

1.J.R.R. Tolkien – Herr der Ringe (aber das weiß ja wohl jeder)

2. David Eddings – Die Belgariad-SagaDie Malloreon-SagaElenium-Trilogie – Tamuli-Trilogie (es gibt mehr, aber das sind seine Besten)

3. Tad Williams – Osten Ard Zyklus (Drachenbein Thron) – Otherland (4 Bände!!!) – Shadowmarch  (4 Bände) – (es gibt noch viel mehr und alles ist gut)

4. Arthur C. Clark – Rama Zyklus!!! – und alles was er noch geschrieben hat.

5. Arkadi und Boris Strugatzki – Die Schnecke am HangEs ist nicht leicht ein Gott zu sein und alles andere. (Verfilmungen: Stalker von A. Tarkowski)

6. Stanislaw Lem – SolarisSternentagebücher (Verfilmungen: Solaris, aber nur die Version von A. Tarkowski, das Remake taugt nicht viel.)

7. Philip Jose FarmerFlußwelt Zyklus (5 Bände – Achtung: Der 5 Band ist nicht so bekannt, aber mit Abstand der Beste) – Die Welt der tausend EbenenDer Dungeon Zyklus – und vieles mehr.

8. Philip Kindred Dick – viel Lesestoff. Langsam reinlesen!!! (erstklassige Verfilmungen: Blade RunnerTotall recall (die erste Version, nicht das Remake) – Minority Report – Ich bin kein Tom Cruise Fan, aber die Verfilmung ist gut.

9. George R.R.Martin – Das Lied von Feuer und Eis (bisher 10 Bände, aber noch nicht abgeschlossen) Game of Thrones ist gut – Die Bücher sind besser!

10. Patrick Rothfuss – Die Königsmörder-Chronik (bisher 3 Bände erschienen – erstklassige Fantasy!!)

11. Lian Hearn – Der Clan der Otori (8 Bände. Klasse!)

12. Philip Pullmann – Der goldene KompassDas magische MesserDas Bernstein Teleskop

13. Raymond Feist – Midkemia und Krondor Zyklen (Jede Menge Bände – gute Fantasy)

14. Richard Schwartz – Die Götterkriege (viele Bände Fantasy)

15. Richard Morgan (der Mann, der die SF neu erfand) – Das UnsterblichkeitsprgrammGefallene EngelHeiliger Zorn (schon lange vergriffen und nur für viel Geld im Antiquariat zu bekommen) Sience Fiction vom Feinsten. Er hat noch ein paar andere Sachen geschrieben (auch Fantasy) die lesenswert sind.

So, das sind einige aus meinem Bücherschrank. Es gibt natürlich noch mehr, aber alle hier anzuführen, würde zu umfangreich. Die Reihenfolge ist willkürlich.

Ach ja, zwischen 18 und 25 habe ich bis Band 1000 alle Perry Rhodan gelesen. Heute finde ich die nicht mehr so prickelnd.

Herbstlicher Blick aus meinem Fenster

Herbstlicher Blick aus meinem Fenster

Über neue Lesetipps freue ich mich und hoffe auf reichlich Kommentare.

 

 

 

 

Fremde Texte mit Papyrus überarbeiten und dabei lernen

Papyrus ist ein Schreibprogramm für Autoren, mit dem ich besonders gerne arbeite. Ich will jetzt nicht alle Vorzüge aufzählen, dass würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, einfach den Link anklicken und schlaumachen. Für Autor/-innen kann ich es nur wärmstens empfehlen. Besonders hilfreich ist die Stilanalyse, die auf Ideen von Andreas Eschbach aufbaut. Ist ein Text oder ein Textteil fertig und man ist der Meinung, sein Bestes gegeben zu haben, schaltet man sie ein.
Jetzt kann man nach Schwachstellen suchen: Wortwiederholungen, schwache Verben, Adjektive/Adverbien, Füllwörter, veralterten Formulierungen, Lesbarkeit und vieles mehr.
Ich habe jetzt für mich eine weitere Möglichkeit entdeckt, mit und von diesem Programm zu lernen.
Ich hatte ja bereits darauf hingewiesen, dass ich es für sinnvoll halte, Texte anderer Autoren zur Übung abzuschreiben. Dabei kann man sozusagen tiefer in das Geschriebene eindringen und unter Umständen erkennen, was der Autor wie gemacht hat. Der Lerneffekt ist ziemlich groß, auch wenn es viel Arbeit ist.
Ich schreibe jetzt ab und zu fremde Texte in das Papyrus Programm und schaue mir an, was die Stilanalyse dazu sagt.
Besonders dann, wenn mir der Text von vorneherein nicht gefallen hat, schreibe ich ihn um oder neu. Das ist eine gute Übung, weil man den Text ja nicht selbst geschrieben hat und somit der bekannten Betriebsblindheit nicht so ausgeliefert ist. Man sieht klarer, was da geschrieben wurde und entwickelt unbefangener Alternativen.
Das Gegenteil passiert natürlich auch: Ich finde einen Text Klasse aber, die Stilanalyse zeigt mir jede Menge Schwächen auf.
Daran sieht man dann sehr schön, dass es immer auf das Gesamte ankommt. Das Ausmerzen der viel gescholtenen Adjektive und Adverbien muss nicht immer zu einer Textverbesserung führen. J.K.Rowling z.B. scheint sie zu lieben, verwendet sie sehr häufig und ihr Erfolg gibt ihr Recht. Ähnlich ist es mit Füllwörtern oder schwachen Verben. Es gibt gute Texte, die etwas zu viel davon haben und trotzdem nicht darunter leiden. Man sieht sehr schön, dass all die guten Ratschläge aus den Schreibratgebern immer mit einer selbstkritischen Distanz betrachtet werden sollten.
Ich finde das sehr spannend und lehrreich, zumindest in meiner Position des Lernenden.
Da ich sowieso jeden Tag schreibe, nehme ich mir ab und an gerne eine halbe Stunde um mich in andere Texte einzugraben und dabei von denen zu lernen, die es anders (besser oder schlechter) machen.
Ein wunderbarer Nebeneffekt von Papyrus.
Mir macht das viel Spaß.
Wer das Programm nicht kennt: Die kleine Investition lohnt sich.

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