Meine neuen Pixis sind da!

Es war eine große Freude, als die Belegexemplare der neuen Pixi-Bücher hier eintrafen. Es ist die Serie 229 “Große Abenteuer für kleine Kerle.”

Das ich als Autor drei mal in dieser Serie vertreten bin, ist schon eine große Auszeichnung für mich. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an den Carlsen Verlag und die großartige Pixi-Cheflektorin Eleonore Gregori. Mir wird viel Vertrauen entgegengebracht, ich werde gefördert und gefordert und das trägt viel zu meinem augenblicklichen Lebensgenuss bei.

Die drei neuen Pixis (Veröffentlichungen 6,7 + 8) haben alle eine besondere Entstehungsgeschichte.

Kleiner Fisch will einen neuen Namen

Pixi-Buch Nr. 2082_ Kleiner Fisch will einen neuen Namenist das erste Pixi, das ich geschrieben habe. Es entstand im Herbst 2011. Damals dachte ich noch (etwas überheblich unwissend): Das erledige ich doch vor dem Frühstück – und das tat ich auch. Zum Glück hatte ich im Vorfeld darum gebeten, mit Kritik nicht sparsam zu sein. Schließlich wollte ich lernen. Den ersten Entwurf, den ich damals für die Endfassung hielt und dann an den Verlag schickte, konnte ich locker im Papierkorb entsorgen, nachdem ich ein Gespräch mit der Lektorin hatte. Sie fand die Idee schön, an der Umsetzung haperte es aber ein wenig. Kein Wunder hatte ich doch damals noch keine Ahnung, wie man eine Bilderbuchgeschichte, speziell ein Pixi, schreibt. Die Kritik hat mich beflügelt. Zum Glück kann ich mit Kritik umgehen, dass habe ich in fast 30 Jahren Kindertheater gelernt. Sie trifft mich niemals persönlich, weil es nicht um mich, sondern um das, was ich schreibe, geht. Es folgten noch weitere Überarbeitungen, bis schließlich die jetzige Fassung vorlag. Heute, das kann ich nach  3 ½ Jahren Lehrzeit sagen, würde ich die Geschichte anders schreiben. Als Debüt ist sie aber sehr gut und genügt den strengen Pixi-Maßstäben in jeder Beziehung. Auch die Illustrationen von Susanne Göhlich sind gut gelungen.

Dann kam:

Pixi-Buch Nr. 2080_ Ritter BertholdIch erinnere mich noch sehr genau an die Entstehungsgeschichte. Es war ein warmer Frühlingstag und ich saß in der Sonne in meiner Lieblingseisdiele. Die Geschichte floss mir in einem Rutsch aus der Feder. Kurz zuvor hatte meine Lektorin mir gesagt, ich solle mal versuchen in Reimform zu schreiben. Ich wusste nicht, dass ich das kann, hatte es niemals zuvor versucht, ja überhaupt nicht an so was gedacht und war komplett überrascht, als ich feststellte, was sich da auf dem Papier eingefunden hatte. Das Getümmel um mich herum, die Lebendigkeit, die quirlige Gruppe Erstklässler, die freundliche Bedienung, die alte Linde unter der ich saß, das alles muss etwas in mir ausgelöst haben. Für mich ein absolutes Schlüsselerlebnis mit der Erkenntnis: die besten Ideen kommen mir in der Öffentlichkeit. Seitdem schreibe ich ausschließlich in Cafés. Als ich später die wunderschönen Illustrationen von Sabine Legien sah, konnte ich es kaum erwarten, mein kleines Werk in den Händen zu halten.

Mit

Pixi-Buch Nr. 2076_ Billy Schwarzbart

habe ich mir einen Traum erfüllt. Viele Jahre habe ich meinen beiden Söhnen, den Nachbarskindern und der kompletten Kinderladengruppe Geschichten erzählt. Tag für Tag, Abend für Abend. Dabei ist ein Geschichtenzyklus um eine Piratenbande entstanden, die ich immer schon gerne in einem Buch festhalten wollte. Einen Versuch habe ich auch gemacht. Der musste natürlich scheitern, da ich nicht den Hauch einer Ahnung hatte, wie man ein Manuskript an einen Verlag verkauft. Nach 25 Absagen habe ich aufgegeben. Heute weiß ich: So schlampig, wie ich damals gearbeitet habe, war es fast schon eine Beleidigung der Lektor/-innen, so etwas überhaupt anzubieten.
Das passiert mir heute natürlich nicht mehr.
Als ich dann hörte, dass Billy Schwarzbart von Vitali Konstantinov illustriert wird, war ich völlig aus dem Häuschen. Ich kannte Arbeiten von ihm und halte ihn für einen der besten Kinderbuchillustratoren überhaupt. Okay, das ist vielleicht subjektiv, aber ich finde ihn Klasse. Billy Schwarzbart hat er genial umgesetzt und mein absolutes Lieblingspixi erschaffen. Es ist einfach toll, wenn man seine Ideen bildhaft genauso umgesetzt sieht, wie man sich das vorgestellt hatte und selbst das hat Vitali Konstantinov noch übertroffen.

Die drei Pixis sind ab sofort im Handel erhältlich. Macht euren Kinder eine kleine Freude. Es lohnt sich.

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