Textüberarbeitung und Kritik

17.37 Uhr

Zurzeit schreibe ich nur kurze Texte, maximal 2-3 Normseiten. Da es kleine Geschichten für Bilderbücher sind, erfordern sie (wie natürlich alle anderen Texte auch), eine exakte Überarbeitung auf Stil, Wortwiederholungen, Plotstimmigkeit, Altersgruppe etc., die aber nicht so umfangreich ausfällt und daher sehr überschaubar ist.

Das Ganze geht so vor sich: Ich schreibe den Text (im Cafe) mit der Hand in mein Schreibbuch. (innerer Lekor aus!) Später tippe ich ihn in den Rechner (innerer Lektor an!) und druck mir ein Exemplar aus. Dabei findet schon die erste Überarbeitung statt. Dann gibt es die nächste Überarbeitung usw. Manchmal reichen 3-4 Versionen, manchmal sind es fast 20! Dazwischen lasse ich die Texte immer ruhen. Manchmal ein paar Tage, manchmal einige Wochen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass ich denke: Besser kannst du es im Augenblick noch nicht, schalte ich nacheinander die Stilanalyse Funktionen von Papyrus Autor ein.

Das ist jedes Mal ein großes Vergnügen, weil es für mich, als Autodidakt, ein fantastisches Kontrollinstrument ist. Die Überraschungen sind immer sehr lehrreich.

Dann kommt der Punkt, an dem ich Cordula einschalte, die sich kritisch durch den Text wurschtelt und mir fast immer interessante Hinweise gibt. (Arbeitet man zu lange an einer Geschichte, tritt auch eine gewisse Betriebsblindheit ein)

Cordula bei der Arbeit:

Kritische Durchsicht

Kritische Durchsicht

Oft liefert sie auch völlig neue Ideen. Mit anderen Worten: Wir sind ein gutes Team!

Ich empfinde Kritik niemals als persönlichen Angriff und gehe auch grundsätzlich nicht in die: “Ja, aber” Haltung. Das bringt nichts. Ich hör mir alles an und überlege. Ist ein kritischer Vorschlag gewinnbringend, setze ich ihn um. So halte ich das mit allen Menschen, die meine Texte zu lesen bekommen. Ich habe dazu noch das Glück eine junge Frau zu kennen (Tocher von Freunden) die ein ausgezeichnetes Sprachgefühl  hat und über ein umfangreiches Wissen (Sprache betreffend) verfügt. Meine Vorlektorin, bevor meine Texte an einen Verlag gehen. (Samia, an dieser Stelle noch mal ein riesiges Dankeschön)

Hier noch ein, wie ich finde, lehrreiches Zitat von Tsunetomo Yamamoto – Hagakure – Der Weg des Samurai

“Der beste Weg, andere zu übertreffen, ist der, von anderen aufrichtig die eigenen Angelegenheiten kritisieren zu lassen und sie um Rat zu fragen. Für die meisten Menschen zählen nur ihre eigenen Meinungen. So kann man andere aber nicht übertreffen.”

Naja, und übertreffen wollen wir die anderen ja alle. Sprich: Möglichst viele Bücher verkaufen!

Das war`s für heute. Weiterhin frohes Schaffen und viel Erfolg!

Rü 26.10.14-3

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